Zum Jahreswechsel

Deutschland, was soll aus Dir werden?

2017 war ein Jahr der Entscheidungen. Millionen Deutsche haben im September eine Partei gewählt, die sich als „Alternative“ anbietet. Zu Beginn des gleichen Jahres, am 20. Januar wurde Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA. Vorausgegangen waren jeweils -in der jüngeren Geschichte- beispiellose Kampagnen der etablierten Kräften („establishment“). Trotz -oder gerade wegen- der harten Kritik, die nicht bei den Kandidaten endete, sondern pauschal alle Unterstützer und späteren Wähler einbezog, konnten Trump und AfD Erfolge erzielen.

Während nun in den USA merklich ein „frischer Wind“ weht, ist in Europa und insbesondere in Deutschland eine Schockstarre eingetreten. Kein einziges der immensen, und langanhaltenden Probleme ist wirklich gelöst: die Stabilität des EURO hängt an dem seidenen Faden der EZB-Politik eines J. C. Juncker. Die Stabilität an den Grenzen hängt am seidenen Faden der Unterstützung durch R. Erdogan.

Doch auch jenseits der Tagespolitik häufen sich ungelöste Fragen: Wie soll man in Deutschland mit der ungelösten Frage der Altersarmut umgehen, wie mit der Frage der Umkehrung der Bevölkerungspyramide?

Angesichts der Unentschlossenheit der politischen Eliten bei CDU und SPD stellt sich die Frage, wie Deutschland die Zukunft meistern soll?

Sind es die Sozialisten aller Parteien, die Deutschland den entscheidenden Stoß in Richtung eines „gerechten“ Groß-Europa verpassen sollen. Oder gibt es noch eine Alternative?

Die Alternative heißt: Freiheit.

Doch Freiheit ist nicht für kleine Münze zu haben. Denn Freiheit setzt voraus, dass die Menschen mit Freiheit umgehen können. Dass die Menschen den Mut haben, dem eigenen Verstand zu vertrauen. Und dass die Menschen die Tatkraft entwickeln, die ihnen ermöglicht, die alltäglichen Existenzsorgen in den Griff zu bekommen.

Die Parolen der Sozialisten heißen: Gerechtigkeit! Frieden! Gemeinschaft!

Die Parole der Liberalen heißt: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!

Warum liegen die Sozialisten aller Parteien falsch? Weil sie zum Erreichen ihrer heeren Ziele etwas benötigen, was zugleich die Quelle allen Übels (Krieg, Zwang, Inflation) ist: der Staat! Ein Heer von öffentlich Bediensteten soll sich um Alles kümmern: die Gesundheit, den Verkehr, die Religion, die Kultur, die Finanzen, die Umwelt, die Armen usw.

Doch funktioniert das so einfach? Ein alter Witz besagt, dass man nur die Wüste verstaatlichen müsse, um dort für Knappheit des Sandes zu sorgen. Der Staat hilft nicht, er zwingt. Und Zwang führt bei den tatkräftigen, bei den ideenreichen und überdurchschnittlichen Menschen zu Anpassungsverhalten. Das ist Auswanderung, innere Immigration oder totale Verweigerung. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich der Staat als soziale Institution, in der Menschen zu willfähigen Vollstreckern eines „höheren Willens“ werden. Der Einzelne ist Rädchen in einem großen Getriebe, ohne Verantwortung für das Ganze. In der Abwägung zwischen persönlichem Fortkommen (Anpassung) und Gemeinwohl (Opposition) gewinnt in der Regel die Sorge um das persönliche Fortkommen: das Haus will abbezahlt werden, die Kinder wollen ihre Ausbildung bezahlt bekommen, der Freundeskreis erwartet sozialen Aufstieg.

Dieses kleine Beispiel zeigt, dass nicht ein „Mehr an Staat“ sondern das Gegenteil erforderlich ist. Die alten Werte „Eigentum“, „Vertragsfreiheit“ und „Rechtsstaat“ gilt es zu verteidigen!

Wieso ist das im Deutschland des Jahres 2017 so schwer? Ganze Kompagnien von Nutznießern der Umverteilung stellen sich diesem Projekt entgegen. Tausende von „Lobbyisten“, die das Gemeinwohl im Munde führen, aber in Wirklichkeit nur das Wohl ihrer Klientel im Auge haben, läuft dagegen Sturm. Das ist der wahre Ursprung der Kritik an dem amerikanischen Präsidenten wie auch in den „Rechtspopulisten“ in Deutschland.

Schade, dass die Gutwilligen so leicht zu überlisten sind. Schade, dass die Leidtragenden so geduldig sind. Und gut, dass der Zeitgeistfortschreitet. Happy new year Deutschland!